Festtage in Japan & der eiskalte Food-Trend mit japanischen Wurzeln

Wir alle freuen uns schon auf die bevorstehenden Feiertage. Hierzulande gibt es leckeres Essen und tolle Geschenke zu Weihnachten, während man Silvester meist mit Freunden und Familie feiert, bevor das Feuerwerk um Mitternacht das neue Jahr einläutet.

Feiertage in Japan: Trend und Tradition

Aber wie feiert man in Japan, dem Heimatland von Yakult? Unser Geschäftsführer, Herr Tatsuya Hirano, gibt tolle Einblicke in seine Festtage.

Herr Hirano, was sind wohl die größten Unterschiede von Weihnachten und Neujahr in Japan und in Deutschland?
Der wohl größte Unterschied für mich ist, mit wem man welche Feiertage verbringt. In Japan feiern wir Weihnachten zum Beispiel mit Freunden und dem Partner / der Partnerin. Silvester hingegen wird im Kreise der Familie zelebriert. In Deutschland ist das ja meist umgekehrt.

Wie erleben Sie Weihnachten und Neujahr in Japan, wie in Deutschland?
Weihnachten in Japan verbindet man für wie gewöhnlich damit, Geschenke auszutauschen und leckeren Weihnachtskuchen zu essen. Japanischer Weihnachtskuchen ist übrigens sehr einzigartig: Sie werden mit Schlagsahne, Erdbeeren, Schokolade und anderen Ornamenten verziert.
Und obwohl nur ein Prozent der japanischen Bevölkerung Christen sind, feiern die meisten besonders gern Weihnachten. Familien mit Kindern beschenken diese in der Nacht vom 24. Dezember an Ihrem Bett oder ganz klassisch unter dem Weihnachtsbaum. Wahrscheinlich sind es auch die Süßwarenindustrie und die Spielzeuggeschäfte, welche die Menschen in Japan dazu verleiten Weihnachten zu feiern. Der weihnachtliche Gedanke von Wohltätigkeit ist hingegen weniger in Japan verbreitet.

Am Silvesterabend gibt es dann traditionell „Toshikoshi Soba“, sogenannte Soba-Nudeln. Japaner essen an Silvester häufig Buchweizennudeln, um sich ein langes Leben zu wünschen. Die langen und dünnen Nudeln symbolisieren dabei diese Langlebigkeit.
Hat das neue Jahr dann begonnen, gibt es die traditionell japanischen Neujahrgerichte, auch bekannt als „Osechi“. „Osechi-ryori“ besteht aus Lebensmitteln, die als besonders wertvoll gelten, wie z.B. Kazunoko, Heringrogen und Kamaboko oder gekochte Fischpaste. Das Ganze wird dann einer mehrschichtigen Schachtel, der „jubako“, serviert.

Mein Weihnachten in Deutschland ist klassisch. Besonders freue ich mich darauf, auf den Weihnachtsmarkt zu gehen und den ersten Glühwein zu trinken. Aber auch die Zeit mit meiner Familie ist mir dann besonders wichtig. Das geht so weiter bis Neujahr. Auch hier in Deutschland gibt es an Neujahr das traditionelle „Osechi“. Dieses Jahr werden wir auch zum ersten Mal einen Tempel hier in Düsseldorf, im Stadtteil Oberkassel, besuchen.

Beleuchtete Straßen, geschmückte Weihnachtsbäume und jede Menge Dekoration: Verzieren denn auch die Japaner ihre Straßen zu Weihnachten und Neujahr?
Ohja, die Weihnachtsdeko bleibt immer bis zum 25. Dezember hängen. Danach geht es dann nahtlos zum Neujahrsschmuck über.

Na dann gibt es ja sicher auch Tannenbäume in Japan zu dieser Zeit?
Absolut. An vielen Orten sieht man wunderschön geschmückte Christbäume.

Nach Deko und Tannenbäumen, interessiert uns noch der Adventskalender? Gibt es die auch in Japan?
Adventskalender sehe ich tatsächlich selten. Dafür freue ich mich aber umso mehr, wenn ich die ersten hier in Deutschland sehe.

Zum Schluss noch eine letzte Frage, Herr Hirano: Was mögen Sie denn am meisten an den deutschen Weihnachtstraditionen?
Soll ich ganz ehrlich sein? Es ist immer noch der Weihnachtsmarkt! Hier kann ich in Wärme und mit viel Spaß einen kalten Winter bestens überstehen.

Vielen Dank für Ihre Zeit, Herr Hirano!


 

Mochi-Eis – das neue Trend-Dessert mit japanischen Wurzeln

Schon mal was von „Mochis“ gehört? Mochis sind japanische Reiskuchen, die traditionell zum Neujahrsfest gegessen werden. Was für uns Raclette oder Fondue zu Silvester ist, sind für die Japaner Mochis.

Die Reiskuchen bekommen ein Upgrade: Statt Adzukibohnen-Paste, Schokocreme und Co. werden die Mochis mit Eiscreme gefüllt und in vielen Geschmacksrichtungen angeboten, wie zum Beispiel Erdbeere, Mango, Pistazie, Schokolade oder Matcha Tee.

Die äußere Hülle wird aus Klebreismehl, dem so genannten Shiratamako, hergestellt. Das Besondere ist, dass der Klebreismehl sogar tiefgefroren angenehm weich bleibt. Eine weitere Besonderheit ist, dass Mochi-Eis traditionell auf Basis von Kokosmilch hergestellt wird und somit gluten- und lactosefrei ist. Je nach Sorte ist das neue Trend-Dessert sogar vegan. Wer jetzt Lust auf Mochi-Eis bekommen hat, findet die kleinen Köstlichkeiten im Tiefkühlregal vieler Asia-Shops sowie in einigen gut sortierten Supermärkten.

Obwohl die traditionellen Reiskuchen schon seit Jahrhunderten eine ganz besondere Rolle in der japanischen Kultur einnehmen, hat das Mochi-Eis eine relativ kurze Geschichte. Wir haben die kleine Köstlichkeit Frances Hashimoto zu verdanken, einer Amerikanerin mit japanischen Wurzeln. Sie stieg in das Familienunternehmen Mikawaya ein, das seit Beginn des 20. Jahrhunderts in den USA japanische Snacks, Desserts und Süßigkeiten verkauft.

Frances Hashimoto hatte die Idee, die traditionellen Reiskuchen mit Eiscreme zu füllen. Seit 1963 produziert ihr Unternehmen nun auch das Mochi-Eis in den USA. Die Forschung und Produktentwicklung dauerte über zehn Jahre, da die richtige Zusammensetzung der Zutaten sehr komplex ist. In den USA ist das Mochi-Eis schon seit vielen Jahren ein Kassenschlager und nach so vielen Jahren ist das neue Trend-Dessert nun auch endlich bei uns in den Tiefkühlregalen angekommen.